Trendwende in der Outdoormode: Woolrich Europe verabschiedet sich endgültig von Echtpelz
Der traditionsreiche Jacken- und Parka-Spezialist Woolrich Europe setzt ein starkes Zeichen für den Tierschutz. Nach anhaltendem Druck von Tierschützern und Verbrauchern hat das Unternehmen angekündigt, die Verwendung von Echtpelz komplett einzustellen.
Über Jahrzehnte hinweg gehörte der ikonische „Arctic Parka“ mit seinem markanten Echtpelzbesatz an der Kapuze zum festen Bild im winterlichen Straßenbild. Doch damit ist bald Schluss: Wie das Unternehmen offiziell bekannt gab, wird Woolrich Europe ab dem 1. Januar 2027 vollständig pelzfrei.
Erfolg einer weltweiten Kampagne
Die Entscheidung folgt auf eine intensive, internationale Kampagne der Fur Free Alliance (FFA) und Organisationen wie VIER PFOTEN. Unter dem Druck von über 200.000 Protest-E-Mails und Demonstrationen vor den Filialen lenkte das Modehaus ein. In Zukunft werden die Kragen aus Kojoten- und Marderhundfell komplett aus den neuen Kollektionen gestrichen.
Schrittweise soll die pelzfreie Strategie unter dem neuen Eigentümer BasicNet umgesetzt werden:
- Produktionsstopp: Ab dem Stichtag im Januar 2027 werden keine neuen Kleidungsstücke mit Echtpelz mehr für den europäischen Markt hergestellt.
- Übergangsphase: Bereits produzierte Ware aus den Lagern darf noch abverkauft werden, bis die Bestände vollständig erschöpft sind.
- Globale Ausweitung: Die Zusage gilt vorerst für den europäischen Markt, Woolrich prüft jedoch bereits die Umsetzung für seine Standorte außerhalb Europas.
Die Modebranche im Wandel
Mit diesem Schritt schließt sich Woolrich dem Fur Free Retailer-Programm an, dem weltweit bereits über 1.700 Modemarken angehören. Das Unternehmen folgt damit dem Beispiel direkter Konkurrenten wie Canada Goose oder Moncler, die Echtpelz bereits aus ihren Sortimenten verbannt haben.
Die Entscheidung von Woolrich Europe zeigt deutlich, dass moderner Luxus und zeitgemäße Outdoor-Bekleidung heute nicht mehr auf Kosten des Tierwohls gehen müssen. Verbraucher dürfen sich in Zukunft auf innovative, tierfreie Alternativen freuen, die denselben Kälteschutz bieten – ganz ohne schlechtes Gewissen.